Berechnung der Notarkosten




Wertgebühren. Die Höhe der Notarkosten richtet sich ausschließlich nach Bedeutung und Wert des Geschäfts und nicht nach dem Arbeits­auf­wand des Notars. Für jede Amts­tätig­keit des Notars sieht das bundesweit ein­heit­liche Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) einen be­stimm­ten Gebührensatz vor. Ausgehend vom je­wei­ligen Gebührensatz errechnet sich die konkrete Gebühr nach der vom Geschäftswert ab­hän­gi­gen Ge­bühren­staf­felung. Die Beurkundungsgebühr umfasst dabei die umfassende Beratung durch den Notar, die Ent­wurfs­ferti­gung sowie die Beurkundung im engeren Sinne.

Gebührensatz. Für einseitige Erklärungen muss die volle Gebühr (1,0) berechnet werden, für Verträge und Be­schlüs­se kommt die doppelte Ge­bühr (2,0) zum Ansatz. Für Be­treu­ungs- und Vollzugstätigkeiten des Notars beträgt der Gebührensatz oft 0,5. Beschränkt sich die Voll­zugs­tä­tig­keit des Notars aber bei­spiels­weise auf die Einholung eines Vor­kaufs­rechts­zeug­nisses nach § 28 Abs. 1 des Baugesetzbuchs, beträgt die Gebühr höchs­tens 50,-- €.

Geschäftswert. Das GNotKG legt fest, wie der Ge­schäfts­­wert für die Ge­bühren­be­rech­nung zu ermitteln ist. Dies ist zum Beispiel bei einem Kauf­ver­trag re­gel­mäßig der Kauf­preis, bei Generalvollmachten das Brutto­ver­mögen des Vollmachtgebers und bei Tes­tamen­ten das Reinvermögen des Erblassers, wobei Schulden nur bis maximal zur Hälfte des Aktivvermögens abzugsfähig sind.

Gebührenrechner. Die Höhe der Notargebühren kann mit Hilfe eines von der Bun­des­notar­kam­mer er­stell­ten Gebühren­rechners auf Basis des Programms Mi­cro­soft Excel™ ermittelt werden. Der Gebührenrechner kann auch von dieser Internetseite he­runter­ge­laden werden. Für die Rich­tigkeit der Berechnung über­neh­men wir keine Gewähr.

Geschäftsprüfung. Gegenstand der regelmäßigen Ge­schäfts­­prü­fun­gen durch den Prä­si­den­ten des Land­ge­richts bzw. die Prüfungsabteilung der Notarkasse ist auch der ord­nungs­ge­mäße Kostenansatz. Bei Un­regel­mäßig­keiten ist der Notar verpflichtet, Gebühren nach­zu­for­dern oder zu­rück­zu­er­stat­ten. Falsche Wert­an­ga­ben der Beteiligten sind strafbar.